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Dialog zwischen hessischen Regionen und der Immobilienwirtschaft auf der Expo Real in München

Staatssekretär Güttler auf dem Gemeinschaftsstand der Region Mittelhessen

„Der Unterschied ist die Zukunft“, war einer der Kernsätze eines Symposiums, das die HessenAgentur in Kooperation mit den ausstellenden Regionen des Bundeslandes in diesem Jahr erstmals auf der Münchener Immobilienmesse Expo Real veranstaltete. Ziel war, einen intensiven Dialog zwischen den Regionen und der internationalen Immobilenwirtschaft zu befördern. Geladen waren insgesamt 40 Teilnehmer – die Spitzen großer, zum Teil international agierender Unternehmen und die Vertreter der Regionen Rhein-Main, Fulda, Nord- und Mittelhessen. Ganz bewusst hatte man sich bei dieser Premiere für einen geschlossenen Rahmen entschieden, die Bedeutung des Zusammenkommens spiegelte sich in der hochkarätigen Besetzung: Neben Staatssekretär Klaus-Peter Güttler vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, dem Vorstandsvorsitzenden des Vereins MitteHessen Regierungspräsident Wilfried Schmied und dem Vizepräsidenten der IHK Frankfurt Dr. Mathias Müller für die Rhein-Main-Region, waren – um nur einige Unternehmensvertreter zu nennen - Gerhard Grandke, Geschäftsführer der OFB Projektentwicklung Offenbach, Rainer Koepke, Europa-Direktor für Industrie-Immobilien der Jones Lang LaSalle GmbH und Ulrich Steinmetz, Managing Director der DB-Tochter RREEF Investment GmbH der Einladung gefolgt.

Für die Präsentation der einzelnen Regionen, mit der die Veranstaltung eröffnet wurde, hatte Mittelhessen sich mit Jochen Ahl von der mittelhessischen Immobilienmarketing-Gesellschaft IMAXX für einen Mitaussteller aus der Wirtschaft entschieden. In seiner Vorstellung der Region sprach Ahl als Unternehmer die entscheidenden Fragen an: Wo sehen Unternehmen die Stärken der verschiedenen Regionen? Welches Potential gilt es auszuschöpfen? Welche Erwartungen haben die Unternehmen an die Kommunen? Kurz: Was macht eine Region attraktiv für Investoren?

Die Antworten, auch in der anschließenden von der Immobilienökonomin Alexandra May moderierten Diskussion, waren vielfältig und teilweise sehr konkret.

„Wirtschaftswachstum und eine positive demographische Entwicklung sind wichtige Bedingungen für eine Entscheidung für oder wider einen Standort. Hierauf müssen regionale Strategien fußen“ so der Experte Dr. Peter Hettenbach vom Institut Innovatives Bauen GmbH.

Herausgestrichen wurden die Vorteile eines Binnenwettbewerbs bei gleichzeitiger gemeinsamer Profilierung der hessischen Regionen nach außen; gefordert wurde allerdings eine deutlichere Definition der Stärken und Ziele der einzelnen Regionen sowie eine Verbesserung der Planungssicherheit und Transparenz. Ulrich Steinmetz formulierte es so:„Um es den Investoren leichter zu machen, in einen Standort zu investieren, ist es notwendig, immobilienmarktrelevante Daten als Marktinformationen aktuell vorzuhalten.“ Außerdem empfahl die Wirtschaft, bei der Einschätzung der eigenen Region realistisch zu bleiben, sich von Illusionen zu verabschieden und stattdessen auf Kompetenzen zu konzentrieren. Jochen Ahl strich besonders die Notwendigkeit von Immobilien-Expertenwissen hervor. Zwischen der Rhein-Main-Region und den anderen Regionen gebe es hier noch große Unterschiede.

Insgesamt, so Ahl, stehe der Standort Mittelhessen sehr gut dar. Mit seinen Hochschulen liefere er hochqualifizierte Arbeitskräfte und sei damit auch ein unverzichtbarer Partner für die Rhein-Main-Region. Auch Staatssekretär Güttler hob die Mittelhessen positiv hervor: in Hinblick auf die geforderte Planungssicherheit werden sie als erster der drei Regierungsbezirke einen abgeschlossenen Regionalplan vorweisen können.

Das regionsübergreifende Symposium erntete allgemeines Lob. „Die Idee und Realisierung waren notwendig, der Dialog erfrischend“, so Regierungspräsident Schmied. Es sei Substanzielles gesagt worden, meinte auch Güttler abschließend: „Eine Fortsetzung wird folgen.“

Von links nach rechts: Staatssekretär Hans-Peter Güttler im Gespräch mit Thomas Lupp und Hans Ritz von der Adolf Lupp GmbH

Ein ebenfalls positives Fazit zog Güttler bei seinem anschließenden Besuch auf dem Gemeinschaftsstand der Region: „Mittelhessen ist gut aufgestellt,“ lobte der Staatssekretär und betonte insbesondere die Leistungen der Fachhochschule Gießen-Friedberg in Hinblick auf den Austausch mit der Wirtschaft. Güttler hob ferner die Bedeutung des Regionalmanagements hervor. Die gelungene Vernetzung von mittelhessischer Wirtschaft und Politik werde in diesem Gemeinschaftsstand besonders gut sichtbar.

 
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