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5 Jahre „Zusammen Wachsen“ in Mittelhessen dank MitteHessen e. V.

MitteHessen-Geburtstag: Geschäftsführender Vorstand und Geschäftsführung

Der größte Erfolg von MitteHessen trägt den Namen „timm“ - 80. Mitglied des Vereins für Regionalmanagement ist seit Januar die Fraport AG

„Den Wirtschaftsraum Mittelhessen zu stärken – dies ist und bleibt unsere Leitmaxime“ - dies stellte Regierungspräsident Wilfried Schmied an den Beginn einer Pressekonferenz, zu der der Verein für Regionalmana-gement MitteHessen e.V. am 22. Januar 2008 aus Anlass seines fünfjährigen Bestehens ins Schloss Rauischholzhausen eingeladen hatte. Dort zogen Schmied, Vorstandsvorsitzender des Vereins, und Mitglieder von geschäftsführenden Vorstand und Geschäftsführung eine positive Bilanz der letzten fünf Jahre. „Wir haben zahlreiche Projekte in den Bereichen Bildungsregion, Innovationsregion und Infrastruktur anstoßen können“, betonte er. So sieht es auch Dr. Matthias Leder, Geschäftsführer von MitteHessen e. V.: „Das Bekenntnis der regional wichtigsten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu einem gemeinsamen und vernetzten Handeln hat sich ausgezahlt“. Schmied bezeichnete als jüngsten und zugleich größten Erfolg die Eröffnung des Clustermanagements „timm – Technologie & Innovation Medizinregion Mittelhessen“ und die Zusage von Fördermitteln in einer Gesamthöhe von 19,2 Mio. Euro durch Ministerpräsident Roland Koch vor drei Monaten.

Geschichte und stetig steigende Mitgliederentwicklung: Fraport AG ist 80. Mitglied

Die Gründung des Vereins stellte einen erstmals erreichten Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in der Region Mittelhessen dar: 23 Gründungsmitglieder waren es, die am 22. Januar 2003 in der IHK Gießen-Friedberg „MitteHessen e. V.“ gründeten. Inzwischen sind es 80 Städte, Landkreise, Kammern, Hochschulen und Unternehmen, die bei MitteHessen an einem Strang ziehen. Jüngstes Mitglied ist die Fraport AG (Frankfurt/Main), die zum 1. Januar 2008 als 80. Mitglied aufgenommen wurde. „Wir sehen die Region Mittelhessen als wichtigen Partner des Ballungsraums Rhein Main an und versprechen uns viel aus einem engen Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik“, hieß es im Beitrittsantrag.

Ziele des Vereins und starkes Netzwerk: 160 Personen in neun Arbeitskreisen

Der Regionalmanagementverein soll laut Satzung „den Wirtschaftsraum Mittelhessen in seiner Entwicklung unterstützen und die regionale Zusammenarbeit nach Kräften fördern“, erinnerte Schmied. Die Vorgehens-weise sei stets, ein Thema gemeinsam zu identifizieren und dann regionale Experten und die Vereinsmitglieder in einen Kreisgrenzen-überschreitenden Arbeitskreis einzubinden; dieser definiere dann selbständig die Projekte und führe z. B. Veranstaltungen durch. „Derzeit arbeiten 160 Personen in neun Arbeitskreisen zusammen – was unser Selbstverständnis als Netzwerk der Region unterstreicht.“

Daher sei der Verein MitteHessen e. V. auch ein Verein zum Mitmachen: „Das ‚Zusammen Wachsen’ ist ausdrücklich erwünscht, denn der Verein finanziert seine Arbeit durch die Mitgliedsbeiträge“, erklärte Dr. Matthias Leder. Zusammen mit der Förderung durch das Land Hessen in Höhe von 100.000 EUR/Jahr beläuft sich der Etat 2007 auf 484.000 EUR. Dazu kommen beim Land/der Europäischen Union zusätzlich eingeworbene Drittmittel für Förderprojekte in Höhe von 255.000 EUR. „MitteHessen e. V. hat 2007 für jeden Euro Eigenmittel ca. 66 Cent Drittmittel eingenommen“, stellte er fest.

Innovationsregion Mittelhessen: Medizinwirtschaft, Nanotechnologie und Photonik

Besonders stolz ist der Verein auf den Erfolg des Clustermanagements „timm – Technologie & Innovation Medizinregion Mittelhessen“, das inzwischen seine Arbeit aufgenommen hat. Der aufwändige Prozess inklusive der Erstellung einer von MitteHessen e. V. und dem Land Hessen finanzierten Machbarkeitsstudie wurde durch den Arbeitskreis „Medizintechnik“ eng begleitet. Neben dem Clustermanagement wird die Medizinwirtschaft der Region durch die Einrichtung eines Kompetenzzentrums an der Fachhochschule Gießen-Friedberg und eines „Regionalfonds Mittelhessen“ mit dem Schwerpunkt Medizinwirtschaft in Höhe von 10 Mio. Euro unterstützt, erläuterten Schmied und Geschäftsführerin Beate Hammerla von der IHK Gießen-Friedberg.

Erfolge zeige auch der MitteHessen-Arbeitskreis „Nanotechnologie“, in dem 2004 Wissenschaftler und Unternehmer, die im Bereich der kleinsten Teilchen tätig sind, zusammenkamen. „Dies hat zu konkreten Kooperationen zwischen einer Marburger Firma und der Philipps-Universität Marburg geführt, die jetzt gemeinsam neue Materialien für Oberflächen entwickeln“, berichtete Hammerla.

Weiteres Beispiel: 2005 haben 14 Firmen aus dem Wetzlarer Gebiet ihre Ressourcen für die Entwicklung neuer, innovativer Produkte und Anwendungen gebündelt und gemeinsam eine Aktiengesellschaft gegründet. Diese „Photonik Zentrum Hessen in Wetzlar AG“ ist ein Ergebnis des MitteHessen-Arbeitskreises „Photo-nik“ und der vom Verein mitfinanzierten Machbarkeitsstudie zur Stärkung der optischen Industrie der Region.

Bildungsregion Mittelhessen: einzigartiger Studiengang für die Frühpädagogik, Weiterbildung und Berufsschulkorrdinationstrong>

„Die Region positioniert sich mit ihren drei Hochschulen und zahlreichen anderen Einrichtungen als Bildungsregion und ist sich dieses Standortfaktors bewusst“, stellte Wilfried Schmied fest. U. a. erinnerte er an den großen Erfolg von „StudiumPlus“, an dem der Verein nicht unbeteiligt sei. Wie er erläuterte, stellt MitteHessen aktuell die frühe Bildung mit Projektförderungen und einem Masterplan, aus dem 2008 ein Bachelor-Studiengang beim Dualen Studium der Fachhochschule Gießen-Friedberg „StudiumPlus“ hervorgehen wird, in den Vordergrund.

Eine andere Aktivität sei die Eröffnung des ersten Weiterbildungsportals für die Region unter www.weiterbildung-mittelhessen.de; damit werde die Weiterbildung und damit das lebenslange Lernen in der Region – heutzutage unerlässlich - mit gefördert. Auch konnte z. B. die Unterrichtung in Ausbildungsberufen in Mittelhessen, die nicht sehr stark frequentiert sind, konnte mit Hilfe des Arbeitskreises „Berufsschulen“ trotz sinkender Schülerzahlen gesichert werden, hieß es in Rauischholzhausen.

Infrastruktur: Ausbau und Absicherung für die Lebensadern der Region

„MitteHessen setzt sich mit den Beteiligten aus Wirtschaft und Politik für die nachhaltige Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur ein“ erklärt Dr. Matthias Leder die Intention des dritten Projektbereiches: Die Arbeitskreise „B 49“ und „A 49“ sowie der Arbeitskreis „ÖPNV“ streben einen nutzerorientierten Ausbau der genannten Verkehrswege an.

„In Limburg haben wir zusammen mit dem Arbeitskreis „ICE-Bahnhof Limburg“ die Absicherung des ICE-Bahnhofs in Mittelhessen erreichen können“, erläuterte Jens Ihle, Regionalmanager für Mittelhessen. Auch dank der Internetseite www.ice-limburg.de stiegen dort die Fahrgastzahlen weiter an.

Erfolg versprechend entwickele sich die Vermarktung von Gewerbeflächen zusammen mit den Angeboten der Unternehmen. „Denn die zentrale Lage und schnelle Erreichbarkeit sind gute Argumente, mit denen Mit-teHessen e. V. der Region Chancen verschaffen kann“, stellte Wilfried Schmied fest. Er nannte insbesondere den erfolgreichen Gemeinschaftsstand auf der Immobilienmesse Expo Real in München, der auf rege Nachfrage bei Wirtschaftsunternehmen treffe. „Die persönliche Ansprache ist durch nichts zu ersetzen“, betonte auch Gießens Oberbürgermeister und Vorstandsmitglied Heinz-Peter Haumann, der auch das Standortinformationssystem www.standorte-mittelhessen.de ansprach. Das Marketing der Region stellte Rainer Noll von der Licher Privatbrauerei vor; es rückt die fünf Stärken Mittelhessens (Wissensstandort, zentrale Lage, Kostenvorteil, Gründerregion und Lebensqualität) in den Fokus.

„Ich denke, unsere Bilanz kann sich sehen lassen“ resümierte Wilfried Schmied zum Abschluss. „Wir freuen uns auf die weitere gemeinsame Arbeit, um Mittelhessen im Wettbewerb der Regionen Europas weiter zu stärken.“ Als nächstes hat sich der Verein MitteHessen für 2008 das Thema erneuerbare Energien und deren innovative Nutzung mit der Gründung eines Arbeitskreises „Kraft-Wärme-Kopplung“ vorgenommen.

 
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