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Pressekonferenz: Wirtschaftminister startet Mittelhessen-Fonds
Dr. Matthias Leder, Jürgen Zabel, Dr. Alois Rhiel, Heinz-Peter Haumann (von links) bei der Pressekonferenz zum Mittelhessen-Fonds
Land Hessen legt neuen 10-Millionen-Euro-Beteiligungsfonds zur Unterstützung der Zukunftsbranche auf
(Gießen/Mittelhessen, 12. November 2008) In den Räumen des Regionalmanagements MitteHessen verkündete der hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel heute, dass mit dem „Mittelhessen-Fonds“ ein Förderinstrument zur Stärkung Mittelhessens gestartet werde.
„Innovative und vor allem junge Unternehmen haben ein Problem: sie haben noch kein Eigenkapital. Und ohne Eigenkapital bekommen sie kein Fremdkapital. Hier helfen wir!“, beschrieb Rhiel die Funktionsweise des neuen Fonds, der von kleinen und mittleren Unternehmen als Banken-ergänzende Maßnahme herangezogen werden kann. „Wir setzen ein Zukunftszeichen für die Medizinwirtschaft in der Region“ erklärte der Staatsminister und ergänzte, dass dadurch das vor einem Jahr gestartete Clustermanagement timm (Technologie & Innovation Medizinregion Mittelhessen) aufs Beste ergänzt werde.
Der Mittelhessenfonds beinhaltet 10 Millionen Euro und bietet damit das vierfache des sehr erfolgreichen Regionalfonds RegioMIT. Gießens Oberbürgermeister Haumann berichtete als Stellvertretender Vorsitzender von MitteHessen, dass RegioMIT nach 22 Bewilligungen ausfinanziert sei. Nach der Bilanz von 14 Bewilligungen konnten bereits 200 Arbeitsplätze in der Region geschaffen oder gesichert werden. „Und die Einrichtung des Mittelhessen-Fonds bestätigt uns nun, dass wir richtig liegen: wir haben hier einen Schwerpunkt. Und den fördern wir!“, so Haumann, der die Errichtung eines medizintechnischen Anwenderzentrums im Jahr 2009 ankündigte.
Dr. Matthias Leder, ehrenamtlicher Geschäftsführer von MitteHessen e. V. stellte heraus, dass die Region die Einrichtung des Fonds sehr begrüße: „In der dezeitigen Krise in eine wachsende Branche zu investieren, ist die richtige Maßnahme“, so Leder, der dadurch Mittelhessen zukünftig noch mehr Exzellenz im Technologietransfer zuschrieb.
Jürgen Zabel, Beteiligungsmanager der Investitionsbank Hessen (IB H), erläuterte die Details des 10-Millionen-Euro-Instumentes: Der Mittelhessenfonds habe eine Laufzeit von fünf Jahren, die Mittel stammen je zur Hälfte aus Landes- und EU-Geldern. Anträge zwischen 100.000 und 1 Million Euro können von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) gestellt werden. Dabei gebe es sowohl stille wie offene Beteiligungen, die entweder verzinst (stille) oder unverzinst (offene) innerhalb von 8-10 Jahren zurück gezahlt werden müssen. Der Fonds steht prinzipiell allen Unternehmen offen, die aus der Region Mittelhessen (Regierungsbezirk Gießen) kommen oder dort investieren, der Schwerpunkt liegt jedoch auf der Medizinwirtschaft.
„Die Medizinregion Mittelhessen ist im Aufwind, die Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und das Clustermanagement haben schon Wirkung gezeigt“ schloss Dr. Rhiel, „mit dem Mittelhessen-Fonds stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit dieser Zukunftsbranche weiter.“
Anträge an die BM H
Anträge können ab sofort gestellt werden bei der Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen (BM H), Schumannstraße 4-6, 60325 Frankfurt/Main, Telefon: 069/1338507840.




